Aktives Baden: Wer rastet, der rostet

Bis in die Anfänge der Bädergeschichte hinein, zu Zeiten der alten Griechen und Römer, wurde bei Beschwerden am Bewegungsapparat das Baden in warmen Quellen gerne genutzt. Geschichtliches Zeugnis findet sich auch in der Tamina-Schlucht – dem Ursprung des Ragazer Thermalwassers – wo der erste Kurarzt und Naturforscher Paracelsus Heilsuchenden ein strenges Therapieregime auferlegte.

Die aktivere Form des Badens – körperliche Aktivität im Wasser – hat sich gegenüber dem Zuwarten als überlegen herausgestellt.

Fachwissen rund um das Ragazer Thermalwasser von Dr. Matthias Fenzl

Was aus der Erfahrung heraus plausibel erscheint, ist für die nach neuen Erkenntnissen strebende Wissenschaft nicht hinreichend belegt. Bei einer Suche nach geeigneten Interventionen hat sich die aktivere Form des Badens, körperliche Aktivität im Wasser, gegenüber dem Zuwarten als überlegen herausgestellt.

Aktive Bewegungsübungen im Wasser verbessern die Begleitsymptome der Arthrose wie Gelenkschmerz, Bewegungseinschränkung und lokale Entzündungen nachweislich. Das fanden dänische und norwegische Forscher heraus, die zusammen die vorhandenen Publikationen begutachteten und bewerteten. In sechs Bewegungsstudien mit über 800 Teilnehmern fanden sie Verbesserungen im Hinblick auf Funktion, Schmerz, psychische Gesundheit und Lebensqualität. Die meisten Studien wurden wegen Steifigkeit und Gehfähigkeit zu wenig lange verfolgt und es stellt sich die Frage, ob die Massnahmen andauernd zu erfolgen haben, um den Erfolg zu sichern. Wo vergleichend das Training im Wasser dem konventionellen an Land gegenübergestellt wurde, waren keine Unterschiede festzustellen. Einzig und entscheidend von Vorteil war aber, dass beim Sport im Wasser und auch danach die schmerzlindernde Wirkung stärker ausgeprägt war. Besonders geeignet sind Bewegungsformen wie Aquajogging und Wassergymnastik, wie sie in der Tamina Therme angeboten werden.

Zu den Kursen in der Tamina Therme